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Fußnoten zu Strindbergs Briefen 9.Teil
Brief 105 -131
 
 
 
 
 
 
 317:
Emil Kléen, 1868-1898, schwedischer Dichter. 
318:
Gustaf af Geijerstam und andere Freunde hatten Strindberg zum 50.Geburtstag am 22.Januar 1899 in Stockholm erwartet.

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319:
U.a. hatte die Zeitschrift IDUN ihn aufgefordert, einen Text zu einem seiner Bilder zu schreiben, was er ablehnte mit folgenden Zeilen, die IDUNam 21.1.1899 abdruckte: "Ihre freundliche Aufforderung muß ich ablehnen, da ich auch meinen Freunden alles Feiern dieses Geburtstages, von dem man nicht weiß, ob man verdient hat, an ihn erinnert zu werden."

320:
Kerstin hatte einen Cousin, Erich Raabe, möglicherweise dachte Strindberg an ihn, als er die Kinder in "Advent" schilderte. 
321:
Am Drama "Brott och brott"(Rausch) hatte Strindberg am 15.Januar 1899 begonnen, es erlebte seine deutsche Premiere bereits im Sommer 1900 in Breslau und Max Reinhardt setzte es auf dem KLEINEN THEATER bereits 1902 in Szene.

322:
Hans war am 3.April 1884 geboren, also über 14 Jahre alt.

323:
Der Brief wurde in der obigen Fassung in Pauls Erinnerungsbuch "Min Strindbergsbok" (1930) Seite 175 veröffentlicht. Darin berichtet Paul, daß er sich im Januar 1899 in Stockholm, anläßlich der Premiere seines Dramas "Kristian II" im DRAMATISCHEN THEATER, befand und Strindberg von dort aus zum Geburtstag telegraphierte. Nach der Premiere bekam Paul ein Glückwunschtelegramm von A.Strindberg, "in freundlichem Ton". Im Juli 1894 hatte Strindberg mit Paul gebrochen, weil er ihn für illoyal hielt.

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324:
Die Korrespondenz zwischen Carl Larsson und August Strindberg war seit Januar 1894 abgebrochen. 
 325:
Die Zeitung enthielt eine Huldigung Strindbergs zu dessen Geburtstag. Carl Larsson gehörte auch zu den Unterzeichnern eines Glückwunschtelegramms, das im Vergnügungsetablissement BERNS von zahlreichen Persönlichkeiten der schwedischen Kulturszene unterschrieben und dann zu Strindberg nach Lund geschickt worden war.Ende Januar, während seiens Stockholmbesuches, trafen dann Strindberg und Larsson zusammen. 
326:
1 Aln = ursprünglich die Länge des Unterarmes. Altes schwedisches Längenmaß, wurde unterteilt in 2 Fuß oder 4 viertel oder auch 24 Verktum (Zoll) = 59,38 cm. 3 Alnar machte einen Famn; welches ein Längenmaß war zur Angabe von Wassertiefen. 
327:
"Advent" 
 328:
Es scheint sich um ein Extraexemplar des Strindbergheftes der deutschen Zeitschrift QUICKBORN zu handeln. Am 5.Februar 1899 schickt Strindberg ein Exemplar an den schwedischen Maler Richard Bergh. Als Strindberg sich am 7.Januar 1899 bei Schering für ein Heft dieser Zeitschrift bedankte, kann es sich um ein Vorausexemplar oder einen Korrekturabzug gehandelt haben. 
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329:
Georg Brøchner, dänischer Schriftsteller und Übersetzer, hatte von August Strindberg begehrt, "Inferno" und "Legenden" ins Englische zu übersetzen. vorher hatte allerdings die Ehefrau von Emil Schering, Strindbergs neuer deutscher Übersetzer, die Autorisation für etliche Arbeiten ins Englische erhalten. Frau Schering war geborene Amerikanerin. 
330:
Greta Strindberg debütierte als Amateur im Versdrama "Kan ej" (Kann nicht) von Johan Ludvig Runeberg. 
 331:
Die Arbeit bekam einen größeren Umfang als berechnet und wurde ein Serienwerk: "Samlade romaner och berättelser"(1899-1901)(Gesammelte Romane und Erzählungen) 
 332:
Siehe Brief Nr. 110 in dieser Sammlung. Diese Liste umfaßte die Arbeiten, für die Frau Schering die Erlaubnis bekommen hatte, eine englische Übersetzung vorzunehmen. Diese Arbeiten sollten in Kürze in Emil Scherings Übersetzung erscheinen oder lagen bereits in Deutsch vor. "Blomstermålningar och Djurstycken", "I havsbandet", einelne Novellen aus "Giftas" und "Svenska öden och äventyr", den Einakter "Samum" und eine Reihe Naturaufsätze. 
 333:
Brief vom 6.Februar 1899.(Nummer 112 in dieser Sammlung) 
 334:
Einige ausländische Zeitungen hatten verbreitet, daß Greta gegen den Willen des Vaters als Schauspielerin debütierte. Siehe auch Brief Nr. 112 in dieser Sammlung.

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335:
Seit schließlich der Titel "Vid högre rätt" (Vorm höheren Gericht) sowohl "Advent" und "Brott och brott" umfaßte, hieß das Letztere auf jeden Fall auf Deutsch "Rausch". 
 336:
Carl Larsson hatte Ende Juli Furusund besucht und ein Portrait von Strindberg gezeichnet für die Zeitschrift JULQUÄLLEN. Auf das Bild schrieb er:"Aug.Strindberg, Furusund Juli 1899. Gezeichnet von seinem Freund C.L." 
 337:
Dieses Fest war in Furusund am 29.Juli 1899. 
338:
Greta kam nach Furusund am 24.7.1899 und blieb bis Ende des Monats. 
 339:
Nora und Gusten Hartzell sowie deren ältster Sohn Gösta waren am 29.7.1899 eingetroffen. 
340:
Ellen Key (1849-1926), schwed.Pädagogin, arbeitete 1883-1903 als Dozentin am Arbeiterinstitut in Stockholm und wurde durch viele Schriften, in denen sie über Kindererziehung und die Frauenfrage schrieb, bekannt. Sie wurde weltberühmt durch ihr Buch "Das Jahrhundert des Kindes"(1900, übersetzt 1902). 
 341:
Karl Staaff (1860-1915), schwed. Jurist, lieberaler Politiker, schwedischer Ministerpräsident 1905-06 und 1911-1914. 
342:
In einer Anmerkung ergänzt Strindberg:"Handelte um Familienstreitigkeiten". Siehe auch "Sohn einer Magd I". 
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343:
"Fritänkaren" (Der Freidenker) erschien 1870, aber den größten Teil der Auflage wurde von Strindberg nach schlechter Pressekritik verbrannt. Die Fragen, die Schering gestellt hatte, beruhten auf Scherings Arbeit mit der Herausgabe der deutschen Ausgabe von Strindbergs Gesammelten Werken. 
344:
Strindbergs Briefe an Harriet Bosse (1878-1961),Schauspielerin, später Strindbergs dritte Ehefrau, wurden in einer Auswahl 1934 von Harriet Bosse herausgegeben, 1965 vollständig von Torsten Eklund. Harriet Bosse war eigentlich Norwegerin, aber ihre Eltern wohnten eine Zeit in Stockholm, wo sie 1897 Examen am Musikkonservatorium ablegte. Nach Theaterstudien in Kristiania (Oslo), Paris und Stockholm bekam sie ein Engagement am Dramatischen Theater in Stockholm. Ihre Schwester Alma hatte mit ihrem Mann, dem norwegischen Theaterleiter Johan Fahlstrøm 1894-1895 in Paris geweilt, wo sie Strindbergs Bekanntschaft machten. 
345:
Über diese Generalprobe am 15.November 1900 und Strindbergs Erlebnis beim "dem unerklärbaren Geschehn mit Harriet Bosse" siehe "Okkultes Tagebuch" (Fischer Bücherei 1971, Seite 11-12) 
 346:
Strindberg hatte im Frühjahr 1900 Harriet Bosse "probegesehen" als Puck im "Mittsommernachtstraum".

347:
Emil Schering. 
 348:
Am positivsten schrieb Tom Hedberg, der im SVENSKA DAGBLADET die Vorstellung als "aus einem Guß" umschrieb und die Vorstellung "einen ungewöhnlich kühnen und konsequenten Versuch, außerhalb der gewöhnlichen Theatertechnik zu gehen",nannte. Gleichzeitig vertrat er die Ansicht, daß das Drama noch stärker beim Lesen wirke. 
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349:
Der Brief war nach Berlin adressiert, wohin Scherings Mitte November nach 5 Monaten Aufenthalts in Stockholm zurückgekehrt waren. 
350:
Siehe Brief 122 in dieser Sammlung. 
351:
August Palme (1856-1924) schwedischer Schauspieler, seit 1885 am Dramatischen Theater in Stockholm engagiert. Als dort im Frühjahr 1900 "Nach Damaskus" vorbereitet wurde, bekam er die männl. Hauptrolle und schlug selbst Harriet Bosse für die weibl. Hauptrolle vor. 
352:
Emil Schering. 
353:
"Die versunkene Glocke" von Gerhard Hauptmann. 
354:
Ein Aufsatz "Schwedenborg in Goethes Faust" in der Zeitschrift EMPHORION, 1899 . Der Aufsatz wird in "Götiska Rummen" (Götische Zimmer) zitiert. 
 355:
Scherings Winteradresse. 
 356:
Original Deutsch. 
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357:
LESSINGTHEATER in Berlin. Erst 1910 wurde "Ostern" in Berlin aufgeführt und dann im HEBBELTHEATER. 
 358:
Am 22.August hatte Harriet Bosse Strindberg verlassen und nach Aufzeichnung im "Okkulten Tagebuch"erklärt:"Sie gehe für immer." 
 359:
Dieses Manuskript, das Schering ins Deutsche übersetzte, ist Antwort auf eine Rundfrage: Dichter und Darsteller der Montagsbeilage "Zeitgeist" des BERLINER TAGEBLATTS vom 9.Dezember 1901. (Zitiert nach DAGENS NYHETER vom 12.12.1901) Die Rundfrage war gestellt worden von
Paul Block, Mitarbeiter von DAGENS NYHETER und erster Sekretär des Berliner RESIDENZTHEATERS, an dem Strindbergs "Gläubiger" 1893 mit großem Erfolg gespielt worden ist.Es folgtder Wortlaut des Manuskriptes:"Dem Schauspieler lasse ich die größte Freiheit, nachdem ich herausgefunden habe, es sei besser, ihn aus seinem, von ihm selbst gemachten Bild schöpfen zu lassen, als ihm eine andere Auffassung beizubringen, die alles wieder einreißen würde. Es ist allerdings nicht immer meine Figur, die ich sehe, manchmal ist sie schlechter, manchmal ist sie besser. Eine Freude ist es doch für mich immer, meine Schatten verkörpert zu sehen, doch mag ich sie nicht, vor der Generalprobe, mit Maske und Kostüm sehen. Die Freude ist nicht unvermischt, denn "sich selbst sehen" ist ja immer schrecklich.Die etwas empfindliche Frage, über die Verbindungen zwischen Verfasser und Schauspieler zueinander oder Anteile am Erfolg löse ich meistens so: Der Verfasser geht nach der Vorstellung auf die Szene und sagt zu den Schauspielern: Ich danke für den Erfolg, den ihr geschafft etc.......... Der Schauspieler: Ich bin es, der Ihnen dankt für die Rolle, die Sie mir zugeteilt haben. Der Verfasser: Laßt uns einander danken, dann ist keine Ungerechtigkeit geschehen.
August Strindberg" 
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360:
Oscar Levertin hatte Schering in einer niedermachenden Kritik des "Totentanzes" im SVENSKA DAGBLADET vom 18.10.1901 angegriffen und ihn "...den Bibeltreuesten Ausleger des Meisters und gleichzeitig sein deutscher Impressario..."
Oscar Levertin, Samlade Verk Band XIV, Seite 153. 
 361:
Broschüre "Der bewußte Wille in der Weltgeschichte" von August Strindberg, in der er Probleme abhandelte, die er mit den Philosophen Larsson und Herrlin diskutiert hatte sowie auch mit dem Berliner Arzt Carl Ludwig Schleich (1859-1922), Autor des Buches:"Besonnte Vergangenheit"(Berlin 1920), mit unter anderen "Erinnerungen an Strindberg". Harald Hjärne war Professor der Geschichte in Uppsala und hatte über Strindbergs historische Dramen im SVENSKA DAGBLADET am 15.11 1900 einen Aufsatz veröffentlicht. 
 362:
Die große Arbeit von Ernst Haeckel: "Kunstformen der Natur" (1899-1904). 
 363:
Schering schickte den "Vater" in deutscher Übersetzung an Weininger, der an Strindberg schrieb, daß er das Drama kenne und daß er auch "Fräulein Julie" im unreifen Alter gelesen habe und nun umlesen wolle. 
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364:
Dieses Problem hatte Strindberg lebhaft während seiner Naturforscherperiode in der Mitte der 1890er Jahre interessiert. Siehe Artikel "Dödsskallefjärilen"(Totenkopfschmetterling) in Prosastücke von der 1890er Jahren. 
 365:
Wahrscheinlich hatte Dehmel an Strindberg sein gerade aktuelles Buch, "Zwei Menschen" (1903), geschickt, einen Roman, bestehend aus einer Serie Romanzen; eins seiner wichtigsten Bücher.


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