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Fussnoten
zu den Briefen von August Strindberg
50: Hier handelt es sich um das Honorar für
"In Rom".
51: Rezension von "In Rom" in NYA
DAGLIGT ALLEHANDA. Siehe Brief vom 20.September 1870 an den Cousin Oscar.
52: Hermione" war gerade als Wettbewerbsschrift
an die SCHWEDISCHE AKADEMIE eingeliefert worden.
53: Zitat aus Schillers Gedicht Das Siegesfest,
achte Strophe.
54: Frans Hedberg hatte Strindberg abgeraten,
Schauspieler zu werden. Siehe auch "Sohn einer Magd" 1.Teil.
55: Strindberg versuchte augenscheinlich
seinen kommenden Aufenthalt während des Wintersemesters in Uppsala
finanziell zu ordnen. Die
Unterstützung, die er von den Freunden Eisen und Törnquist
erhielt, reichte nicht für das Betreiben des Studiums außerhalb
des
Elternhauses in Stockholm
56: Bezieht sich auf die Prüfungen
in Latein und Ästhetik im Frühjahr 1871.
57: Hier spielt Strindberg auf sein Stück
"In Rom" an, in dem Bertel Thorvaldsens Arbeit an der Jason-Statue
geschildert wird.
58: Carl Thalin.
59: Nach "Sohn einer Magd" 1.Teil bekam
Strindberg nach einer Zeit Antwort von der Hofverwaltung: ....die Unterstützung
eigentlich als
einmalige Auszahlung einer Summe verstanden werden sollte und nicht
als regelmäßige Unterstützung, aber wegen der bedrängten
Lage [Strindbergs] außerdem 200 Kronen bewilligt werden, welche
folgen. (Tjänstekvinnans son I, s.448)
60: Gastritisches Fieber war eine Diagnose,
mit der man zu dieser Zeit verschiedene Krankheitszustände zusammenfaßte
wie Schüttelfrost,
Darmtyphus und Magendarmkatarrh. Bei Strindberg handelte es sich vermutlich
um den damals in Schweden gewöhnlichen, aber nun
vollständig verschwundenen " Jedenzweitentagschüttelfrost
", bei der es sich möglicherweise um eine malaria tertiana gehandelt
haben
kann. Im zweiten Teil der Autobiographie "Sohn einer Magd" erzählt
Strindberg, wie er im Juli 1873 sich in einer desperaten Stimmung
befand auf Grund eines verfallenden Reichsbankkredites und Ärger
mit der Versicherungszeitung, und wie er gleichzeitig an
gastritischem Fieber erkrankte, mit Schüttelfrost und Fieberträumen
als Symtom und mit vieljährigen Nachwirkungen. "Als er sich von
der Krankheit erhob, hatte er Schüttelfrost als Nachwirkung, und
diese Krankheit folgte ihm während vieler Jahre, raubte ihm die Kräfte,
nahm ihm den Mut und die Lebenslust und machte ihm das Leben sauer."
(Tjänstekvinnans son II,89) In den Briefen der nächsten jahre
wird immer wieder die krankheit erwähnt.
61: Die Ausgabe vom 31.Juli 1873 wurde die
11. und letzte der SVENSK FÖRSÄKRINGSTIDNING (Schwedische Versicherungszeitung)
62: Carl Gustaf Wrangel (1842-1913) interessierte
sich für Amateurtheater und hatte in der Svea-Leibgarde eine Theatergesellschaft
gegründet.
63: Hier hat später Strindberg eine
Note beigefügt, mit Bleistift geschrieben:Meister Olaf, was damals
umgearbeitet wurde, ... Seine
Ausleihen von Büchern aus der Königlichen Bibliothek
im Juni 1875 zeigen, daß er sich erneut mit dem Drama beschäftigte,
unter
anderem mit Hilfe etlicher Ausgaben mittelalterlicher Literatur.
In seiner Eigenschaft als Autor des "Meister Olaf" war Strindberg von
Ina Forstén in die theaterinteressierte Wrangelsche Familie
eingeführt worden.
64: Der Brief wurde abgedruckt in "Han och
Hon" (Er und Sie) im französischem Original. Der Brief ist wohl am
30. Juli 1875 geschrieben
worden. Ungefähr am 10.Juli - nicht Juni, wie in der "Verteidigungsrede
eines Toren" angegeben, war Siri von Essen nach Finnland
gereist, wo sie drei Wochen verweilte. In einem Brief von ihr an Strindberg
vom 21.7.1875 heißt es: Übermorgen in acht Tagen bin ich
wieder zuhause! Ist es nocht furchtbar, so unzuverlässig zu sein
in seinen Versprechungen - ich sollte doch 5 ganze Wochen hier in
Finnland bleiben und habe mich nun auf knapp drei beschränkt!
(Han och Hon Seite 12)
65: Strindberg hatte wohl einen Rückfall
von seinem Jedenzweitentagschüttelfrost siehe Brief vom
2.August 1873. Malaria tertiana ist
eine Form der Malaria, wo die Fieberattacken mit 48 Stunden Abstand
auftreten.
66: Der Ausdruck Salmonibrief kam in Schweden
in den 60er Jahren des 19.Jahrhunderts auf, als ein Buchbinder Salmoni
durch Drohbriefe
an verschiedene Personen Geldbeträge abpressen wollte.
67: Hier ist im Brief das Stück eines
Kuverts mit einer finnischen Briefmarke eingeklebt.
68: Ina Forstén (1856-1930) Finnische
Pianistin und Schriftstellerin, verlobt mit Strindbergs Freund Algot Lange.
Im Frühjahr 1875 war
Strindberg kurzzeitig verliebt in Ina Forstén. Sie hatte
Strindberg mit Siri von Essen bekanntgemacht.
69: Algot Lange (1850-1930) Studienfreund
von Strindberg, später Opernsänger.
70: Ein Brief von Algot Lange.
71: Heinrich Heine.
72: Strindberg hatte den Geistlichen des
Ortes hinzugezogen. Der wirkliche Anlaß für die Reise lag in
seinem Versuch, seiner Neigung zu
Wrangels Frau, Siri von Essen, zu entfliehen. Vor dem Ehepaar Wrangel
tat er so, als reiste er wegen Ina Forstén, siehe "Geständnis
eines
Toren"....jetzt trat eine Wende ein, die mir den ausgezeichneten Vorwand
gab, für meine sonst unerklärliche Flucht. Fräulein Selma
-
das war der Name der Finnin, die ich seit langem aus meinem Herzen
verwiesen hatte - stellte das Aufgebot zur Hochzeit mit meinem
Freund, dem Sänger. Demzufolge war ich schnell gezwungen zu fliehen,
um zu vergessen. Als Strindberg auf Dalarö an Land gesetzt
worden war, bekam er einen hysterischen Anfall mit Selbstmordideen.
Nach Abklingen des rasenden Anfalles und einem Bad im
oktoberkalten Wasser, um sich eine Lungenentzündung zuzuziehen,
legte er sich im Gasthaus schlafen.
73: Bereits dreimal vorher hatte Strindberg
akute Seelenkrisen hysterischen Charakters erlitten: 1868, während
seiner Volksschullehrerzeit,
1870 in Uppsala und zum dritten Mal 1873 auf Kymmendö. Diese Krisen
werden in "Sohn einer Magd" beschrieben.
74: Strindberg bezieht sich auf das gastritische
Fieber, an dem er während seiner dritten Seelenkrise auf Kymmendö
gelitten hatte.
75: Carl Gustaf Wrangel hatte Strindberg
zum Dampfschiff am 6.Oktober begleitet.
76: Strindberg kehrte nach einer Woche nach
Stockholm zurück und bezog seinen alten Wohnraum, Kaptensgatan 18.
Bereits am 19.Oktober
leihte er, laut Register, ein Buch in der Königlichen Bibliothek
aus.
77: Wahrscheinlich ein mitgesandtes Gedicht.
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